Montag, 2. Januar 2017
9. Tag - Teilhabe - UN-Konvention - Gesetze
Beim Ritual der Blitzlichtrunde war allen anzumerken, wie sehr die letzten zwei Tage an uns genagt haben. Manche füllten mit ihren Karten eine ganze Flipchart, und beim Vorstellen seiner Psychiatrieerfahrung kamen vielen, auch mir, die Tränen. Das nennt man dann wohl Aufarbeitung. Einige konnten gar nicht darüber reden.
Teilhabe, was bedeutet das für uns? Ich habe z.Bp. wegen meiner Erkrankung keine Chance auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Einmal psychisch krank, könnte man ja wieder werden. Also habe ich nur eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.:((
Andere Teilnehmer haben von ihrer Rentenkasse bescheinigt bekommen, dass sie berentet sind. Für sie heißt das, sie können nie wieder voll im Beruf stehen, auch wenn sie das könnten oder wollten. Sie dürfen nur noch einen sogenannten Minijob ausüben, ansonsten sind sie auf das Amt angewiesen.
Hoffen wir auf das neue Teilhabegesetz, das die Bundesregierung vor Weihnachten verabschiedet hat. Doch wir Betroffenen sehen das alles mit gemischten Gefühlen. Aber blicken wir positiv in das neue Jahr.
Euch allen wünsche ich ein gutes und zufriedenes neues Jahr, mit vielen berührenden Momenten.
8. Tag - Diagnose und die Auswirkung
Mit der Diagnose "schwere Depression" aus der Klinik entlassen zu werden, war auf den ersten Blick eigentlich gar nicht so tragisch. Allerdings hatte ich 12 Wochen hinter mir, in denen ich nur für mich und mein Dasein sorgen musste. Ich bekam einen strukturierten Tagesablauf und erholte mich auch gut. Zuhause dann mit zwei kleinen Kindern und keinerlei Unterstützung (mein Mann musste ja wieder arbeiten und die Familie wohnte weit weg), weder einer Haushaltshilfe noch dergleichen, fing das Hamsterrad wieder an zu laufen. Ich hatte mich verändert, mein Umfeld blieb das Gleiche.
Ich habe jetzt erst mit diesem Kurs begriffen, was eine Depression für mich und meine Umgebung bedeutet. Damals haben mein Mann und ich entschieden, niemandem davon zu erzählen. Auch den Kindern nicht, die aber schon spürten, dass mit ihrer Mama manchmal was nicht stimmte. Im Nachhinein tut mir das am meisten leid, doch damals schien es uns richtig. Das Wort "schämen" trifft es am ehesten, ich kam mir so wertlos vor, musste nicht arbeiten und konnte alles tun und trotzdem kam diese schwarze Wolke immer wieder vorbei. Es blockierte mich regelrecht, nach außen hatte ich alles im Griff; doch tief in mir war nur Chaos. Die Alkoholsucht meiner Eltern war ständig präsent, sie hatten kein Interesse an meiner Krankheit und auch an meinem Leben, auch heute ist sich meine Mutter keiner Schuld bewusst, warum ich denn so Probleme mit dem Leben hatte.
Was mir sehr gut geholfen hat war der Neubeginn mit Sport. Leider habe ich das damals aufgehört, die Kraft zu allem fehlte. Nach jedem Lauf an der frischen Luft und mit der Lieblingsmusik im Ohr fühlte ich mich, alles tat weh. Doch dieser Schmerz fühlte sich gut an, merkte ich doch, dass ich noch lebte und was leisten kann. Über die Jahre nahm ich dann auch wieder an kleineren Läufen teil, das gab Auftrieb und Lebensfreude.
Heute, im Moment, fühle ich mich richtig gut und freue mich jeden Tag auf das Leben. Sicher, es ist nicht immer leicht, doch ich habe einen Weg gefunden damit umzugehen. Und wenn, wie an Weihnachten, diese große schwarze Wolke kommt und mich wieder an meine Krankheit erinnert, dann versuche ich nicht dagegen zu kämpfen sondern sie so zu nehmen wie sie ist, ein Teil von mir.
7. Tag - Erfahrungen
Ein neues Modul beginnt und damit auch ein weiteres Thema. Nach der Blitzlichtrunde und der kurzen Besprechung über das Portfolio ging es los, und ich ahnte nicht was dieses Thema mir bedeutete: das erste Mal wurde mir bewusst, wie schwer krank ich war.
Nachfolgende Begründung dieses Themas: Menschen, die psychische Probleme haben, entwickeln durch ihre Erfahrungen Weisheit, Wissen und Einsicht darüber, zu überleben, das Beste aus dem Leben zu machen, Probleme zu bewältigen, mit psychiatrischen Institutionen umzugehen und zu verarbeiten, dass die Gesellschaft manchmal unterstützend und fördernd ist und dass soziale Unterstützungssysteme manchmal zu Benachteiligung führen.
Ein neues Modul beginnt und damit auch ein weiteres Thema. Nach der Blitzlichtrunde und der kurzen Besprechung über das Portfolio ging es los, und ich ahnte nicht was dieses Thema mir bedeutete: das erste Mal wurde mir bewusst, wie schwer krank ich war.
Nachfolgende Begründung dieses Themas: Menschen, die psychische Probleme haben, entwickeln durch ihre Erfahrungen Weisheit, Wissen und Einsicht darüber, zu überleben, das Beste aus dem Leben zu machen, Probleme zu bewältigen, mit psychiatrischen Institutionen umzugehen und zu verarbeiten, dass die Gesellschaft manchmal unterstützend und fördernd ist und dass soziale Unterstützungssysteme manchmal zu Benachteiligung führen.
Auf dem Bild könnt Ihr hoffentlich erkennen, wie unterschiedlich meine Erfahrungen in diesem Bereich sind. Eigentlich fing alles sehr hilfreich an, doch bis ich wirklich jemanden gefunden hatte, der mir richtig zuhörte und mit mir den schweren Weg der Aufarbeitung ging, das dauerte lange 16 Jahre. Am Anfang wurden nur meine Symptome behandelt, es galt einfach zu überleben. Über die Jahre hatte ich keine Energie mehr, dagegen anzukämpfen. Ich saß in einem tiefen Loch, alles war nur noch schwarz und schwer. Hoffnung auf Besserung hatte ich nach der Geburt meiner zwei gesunden Kinder, endlich einmal was richtig Tolles vollbracht; dachte ich mir. Jetzt muss es doch besser werden, doch leider kam es nicht so. Jeder Tag war noch schwerer zu gehen, schließlich hatte ich noch mehr Verantwortung. Klar, ich hatte auch viele sehr schöne und lustige Tage und Wochen. Doch wenn dann wieder eine Wolke der Traurigkeit über mich kam, konnte ich mich damit nicht aufheitern. Alles Positive meiner Familie und Freunden kam nicht in meiner Seele an, jeden Tag kämpfte ich einen aussichtslosen Kampf: glücklich zu sein.
Mittwoch, 23. November 2016
5. Tag - Empowerment durch Erfahrung in Bewegung und Begegnung
Nach dem Ritual Blitzlichtrunde lernte ich ein neues Kennenlernspiel: das geht so ähnlich wie das "ich packe meinen Koffer". Reihum stellt sich jeder mit dem Vornamen vor und hängt noch ein Adjektiv mit dem ersten Buchstaben seines Vornamens an. Bei mir war es dann die charmante Claudia :). Bei 20 Teilnehmern ist es dann schon eine Herausforderung, sich alle zwei Namen zu merken. Aber es hat Spaß gemacht und war spannend, was sich jeder so ausdenkt. Anschließend durften wir einer Klangschalenmeditation lauschen, das war neu für mich und sehr entspannend. Endlich ging es auch mal bewegend zu: wir zogen die Schuhe aus, verteilten uns im Raum und hielten uns an den Händen. In Kontakt mit dem Nachbarn sollten wir uns auf verschiedene Lieder einlassen und uns einfach bewegen. Ich liebe es mich zu Musik zu bewegen, nur ich und die Musik. Es ist ein tolles Mittel um den Kopf so richtig frei zu bekommen und das war in diesem Kurs echt wichtig!!
Kaffeepause.
Dann wurde es wieder anstrengend, es folgte ein Rollenspiel im Sinne von Empowerment. Mögliche Ausgangssituation war für mich: Entlassung aus der Klinik einzufordern als Patient, bei der zweiten Rolle war ich nur Beobachter von einem anderen Rollenspiel. Meine Rolle zu spielen fiel mir nicht schwer, da ich den Wortlaut noch vor Augen hatte, es sind solche Momente die man nicht vergisst.
Und wieder holt dich die Vergangenheit ein, doch mit dem Unterschied dass keine Tränen mehr fließen, wenn ich darüber in der Öffentlichkeit rede. :))
Mittagspause.
Nach der Diskussion in der Kleingruppe wurde das ganze Rollenspiel nochmals in der ganzen Gruppe vorgetragen. Die "Patienten" unterhielten sich untereinander, die "Beobachter" und die "Ärzte". Komisches Gefühl zu hören, was mit dir als Patient geschieht und wie über dich beraten wird.
Kaffeepause.
Danach wurde wir noch unterrichtet, wohin wir uns wenden können, falls wir mal Hilfe brauchen. Es gibt zwischenzeitlich so viele Hilfsangebote für Betroffene, das ist sehr schön. Unsere Aufgabe als Genesungsbegleiter ist es auch, diese Angebote in der Öffentlichkeit bekannt zu geben und Kontakt aufzunehmen. Nach einem langen Tag mit noch mehr Eindrücken wollte ich nur noch eines: auf die Couch und nur noch die Stille genießen.
6. Tag - Bedingungen für Empowerment/Hilfslandschaft
Schon wieder im Tagungsraum, eine weitere Blitzlichtrunde. Viele müde Gesichter mit noch mehr Gedanken, die auf die Stirn geschrieben sind. Und dann kam die charmante Claudia, packte bunte Bälle aus und alle, wirklich alle bewegten sich zu schneller und fröhlicher Musik, welche Freude. Der einhellige Tenor: das muss ich jetzt jedes Modul machen. Aber gerne doch. ;))
Kaffeepause.
Wir beschäftigten uns dann mit einem spannenden Thema. Welche Bedingungen braucht man, um den Empowermentprozess anzustoßen? Erst jeder in Stille für sich.
Mittagspause.
Ausarbeitung in der Kleingruppe und wie üblich eine Ausarbeitung am Flipchart. Es kamen jede Menge Punkte zusammen: Hilfe annehmen-spirituellen Bezug-Unterstützung-Erkenntnis-Ansprechpartner-Verständnis-Akzeptanz-Ziele-Wohlfühlraum-Träume und Visionen-Achtsamkeit (auch wissen was ich nicht will)- loslassen-Mut-sich selbst lieben-sich selbst verzeihen-sich selbst spüren können, und noch einige mehr.
Hört sich ja eigentlich einfach an, doch für uns als Betroffene ist das eine lange und steinige Strecke die wir zu bewältigen haben.
Kaffeepause.
Letzter Programmpunkt für heute: Erfahrung mit dem Hilfesystem. Ich sollte mir Gedanken darüber machen, welche 3 positiven Erfahrungen von Unterstützung ich erlebt habe. Was hat mir geholfen und sich dadurch persönlich verändert? Überlegen, nachdenken, sich erinnern, aufschreiben. Stillarbeit, Kleingruppenarbeit und Zusammenfassung auf dem Flipchart und vortragen. Meine drei Erfahrungen waren: 1.) eine Heilpraktikerin mit psychologischer Ausbildung, 2.) ein Verein, der mir eine Kursleitung angeboten hat 3.) meine Familie, die mir bei der Umsetzung geholfen hat.
Dadurch hat sich sehr viel verändert, doch es war ein langsamer Prozess. Im Laufe der Zeit wurde aus der Anspannung der Kursleitung eine Entspannung, da ich mit jeder weiteren Kursstunde Sicherheit erlangte und auch nicht mehr so viel vorbereiten muss.
Kaffeepause.
Auf unserem Tagesplan stand da nur: Patch Adams. ????? Sagte mir gar nichts. Die Dozenten servierten uns Popcorn, verdunkelten den Raum und sagte: Kinozeit. :)) Ein Film mit Robbie Williams, der in die Psychiatrie eingeliefert wird. Wir sahen aber nur einen Ausschnitt von 15min., wo wir beobachten kommen wie Patch Adams sich mit der Zeit zum Genesungsbegleiter entwickelt hat. Weitere Ausschnitte werden uns in den kommenden Modulen gezeigt. Es holte uns alle in die Vergangenheit zurück, denn so manche Ärzte und Therapeuten behandelten uns wie in diesem Film.
Keine schöne Erfahrung. Durchatmen.
Als Abschlussrunde diskutierten wir noch über den Vergleich des Recovery-Ansatzes mit der klassischen Psychiatrie. Das sind einige Punkte, die im Empowerment schon beschrieben wurden. Ich bin für alle Betroffenen froh, dass es endlich eine andere Art von Hilfestellung beim Bewältigen von Krisen gibt. Es hat sich wirklich viel getan.
Was für ein arbeitsreiches, intensives und doch schönes Wochenende, puuh.
PS: Die Auflösung was für mich mein Empowerment war: die Eröffnung meines kleinen
Fitnessstudios.
Nach dem Ritual Blitzlichtrunde lernte ich ein neues Kennenlernspiel: das geht so ähnlich wie das "ich packe meinen Koffer". Reihum stellt sich jeder mit dem Vornamen vor und hängt noch ein Adjektiv mit dem ersten Buchstaben seines Vornamens an. Bei mir war es dann die charmante Claudia :). Bei 20 Teilnehmern ist es dann schon eine Herausforderung, sich alle zwei Namen zu merken. Aber es hat Spaß gemacht und war spannend, was sich jeder so ausdenkt. Anschließend durften wir einer Klangschalenmeditation lauschen, das war neu für mich und sehr entspannend. Endlich ging es auch mal bewegend zu: wir zogen die Schuhe aus, verteilten uns im Raum und hielten uns an den Händen. In Kontakt mit dem Nachbarn sollten wir uns auf verschiedene Lieder einlassen und uns einfach bewegen. Ich liebe es mich zu Musik zu bewegen, nur ich und die Musik. Es ist ein tolles Mittel um den Kopf so richtig frei zu bekommen und das war in diesem Kurs echt wichtig!!
Kaffeepause.
Dann wurde es wieder anstrengend, es folgte ein Rollenspiel im Sinne von Empowerment. Mögliche Ausgangssituation war für mich: Entlassung aus der Klinik einzufordern als Patient, bei der zweiten Rolle war ich nur Beobachter von einem anderen Rollenspiel. Meine Rolle zu spielen fiel mir nicht schwer, da ich den Wortlaut noch vor Augen hatte, es sind solche Momente die man nicht vergisst.
Und wieder holt dich die Vergangenheit ein, doch mit dem Unterschied dass keine Tränen mehr fließen, wenn ich darüber in der Öffentlichkeit rede. :))
Mittagspause.
Nach der Diskussion in der Kleingruppe wurde das ganze Rollenspiel nochmals in der ganzen Gruppe vorgetragen. Die "Patienten" unterhielten sich untereinander, die "Beobachter" und die "Ärzte". Komisches Gefühl zu hören, was mit dir als Patient geschieht und wie über dich beraten wird.
Kaffeepause.
Danach wurde wir noch unterrichtet, wohin wir uns wenden können, falls wir mal Hilfe brauchen. Es gibt zwischenzeitlich so viele Hilfsangebote für Betroffene, das ist sehr schön. Unsere Aufgabe als Genesungsbegleiter ist es auch, diese Angebote in der Öffentlichkeit bekannt zu geben und Kontakt aufzunehmen. Nach einem langen Tag mit noch mehr Eindrücken wollte ich nur noch eines: auf die Couch und nur noch die Stille genießen.
6. Tag - Bedingungen für Empowerment/Hilfslandschaft
Schon wieder im Tagungsraum, eine weitere Blitzlichtrunde. Viele müde Gesichter mit noch mehr Gedanken, die auf die Stirn geschrieben sind. Und dann kam die charmante Claudia, packte bunte Bälle aus und alle, wirklich alle bewegten sich zu schneller und fröhlicher Musik, welche Freude. Der einhellige Tenor: das muss ich jetzt jedes Modul machen. Aber gerne doch. ;))
Kaffeepause.
Wir beschäftigten uns dann mit einem spannenden Thema. Welche Bedingungen braucht man, um den Empowermentprozess anzustoßen? Erst jeder in Stille für sich.
Mittagspause.
Ausarbeitung in der Kleingruppe und wie üblich eine Ausarbeitung am Flipchart. Es kamen jede Menge Punkte zusammen: Hilfe annehmen-spirituellen Bezug-Unterstützung-Erkenntnis-Ansprechpartner-Verständnis-Akzeptanz-Ziele-Wohlfühlraum-Träume und Visionen-Achtsamkeit (auch wissen was ich nicht will)- loslassen-Mut-sich selbst lieben-sich selbst verzeihen-sich selbst spüren können, und noch einige mehr.
Hört sich ja eigentlich einfach an, doch für uns als Betroffene ist das eine lange und steinige Strecke die wir zu bewältigen haben.
Kaffeepause.
Letzter Programmpunkt für heute: Erfahrung mit dem Hilfesystem. Ich sollte mir Gedanken darüber machen, welche 3 positiven Erfahrungen von Unterstützung ich erlebt habe. Was hat mir geholfen und sich dadurch persönlich verändert? Überlegen, nachdenken, sich erinnern, aufschreiben. Stillarbeit, Kleingruppenarbeit und Zusammenfassung auf dem Flipchart und vortragen. Meine drei Erfahrungen waren: 1.) eine Heilpraktikerin mit psychologischer Ausbildung, 2.) ein Verein, der mir eine Kursleitung angeboten hat 3.) meine Familie, die mir bei der Umsetzung geholfen hat.
Dadurch hat sich sehr viel verändert, doch es war ein langsamer Prozess. Im Laufe der Zeit wurde aus der Anspannung der Kursleitung eine Entspannung, da ich mit jeder weiteren Kursstunde Sicherheit erlangte und auch nicht mehr so viel vorbereiten muss.
Kaffeepause.
Auf unserem Tagesplan stand da nur: Patch Adams. ????? Sagte mir gar nichts. Die Dozenten servierten uns Popcorn, verdunkelten den Raum und sagte: Kinozeit. :)) Ein Film mit Robbie Williams, der in die Psychiatrie eingeliefert wird. Wir sahen aber nur einen Ausschnitt von 15min., wo wir beobachten kommen wie Patch Adams sich mit der Zeit zum Genesungsbegleiter entwickelt hat. Weitere Ausschnitte werden uns in den kommenden Modulen gezeigt. Es holte uns alle in die Vergangenheit zurück, denn so manche Ärzte und Therapeuten behandelten uns wie in diesem Film.
Keine schöne Erfahrung. Durchatmen.
Als Abschlussrunde diskutierten wir noch über den Vergleich des Recovery-Ansatzes mit der klassischen Psychiatrie. Das sind einige Punkte, die im Empowerment schon beschrieben wurden. Ich bin für alle Betroffenen froh, dass es endlich eine andere Art von Hilfestellung beim Bewältigen von Krisen gibt. Es hat sich wirklich viel getan.
Was für ein arbeitsreiches, intensives und doch schönes Wochenende, puuh.
PS: Die Auflösung was für mich mein Empowerment war: die Eröffnung meines kleinen
Fitnessstudios.
4. Tag - Was ist Empowerment?
Diese Frage wurde uns nach der Blitzlichtrunde gestellt, und ich konnte damit erst gar nichts anfangen. Unsere Dozenten spielten uns zu Anfang zwei Szenen vor, die Handlung war die Gleiche. Allerdings waren die Personen ein Kleinkind und dann ein Jugendlicher. Wir mussten danach überlegen, was uns die zwei Szenen sagen sollen. ?????
Empowerment lässt sich so beschreiben: Empowerment steht "für einen Prozess, in dem Psychiatrieerfahrene ihr Leben in die eigene Hand nehmen, sich dabei ihrer eigenen Fähigkeit bewusst werden, eigene Kräfte entwickeln und soziale Ressourcen nutzen. Leitperspektive ist die selbstbestimmte Bewältigung und Gestaltung des eigenen Leben.". (Theunissen/Plaute,1995,12).
Was bedeutet: Betroffene gewinnen, bzw. wiedergewinnen Entscheidungsmacht über ihr eigenes Leben!
Kaffeepause.
Die nächste Aufgabe: Erzähle deine Geschichte mit 10 Wörtern (Substantiven) und präsentiere Sie der Kleingruppe. Anhand der gewählten Wörter versuchen die Zuhörer meine Geschichte zu beschreiben. Die meisten waren ganz gut darin, am Ende erzählte ich die wahre Geschichte. Während dieser Aufgabe musste ich viel darüber nachdenken, was ich eigentlich erzählen will. Wann fing meine Selbstbefähigung an? Na, habt Ihr eine Idee?
Natürlich steht noch eine Frage im Raum: was behindert/verhindert mein Empowerment?
Da gibt es eigentlich eine Menge Antworten, doch was mich am meisten daran gehindert hat, waren meine dauernden Schuldgefühle. Egal was passierte, ich dachte immer, ich persönlich bin dafür verantwortlich oder selbst schuld. Dadurch hatte ich ein geringes Selbstwertgefühl, was dazu führte, dass ich mir nichts zutraute. Ich wurde immer trauriger und unsicherer.
Nach meinem Empowerment ging es mir immer besser, Stück für Stück kehrte mein Selbstvertrauen zurück. Ich ging neue Projekte an und probierte mich aus, zwei Schritte vor, dann mal wieder einen zurück. Das Leben fing wieder an mir Spaß zu machen!!!
Mittagspause.
Zusammenfassend könnte man es so sagen:
E rmächtigung
M itwirkung
P otentiale und Ressourcen erkennen
O hnmacht besiegen
W ieder-Bemächtigung
E rlangung von Selbstbestimmung
R ückgewinnung Entscheidungs- und Wahlfreiheit
M achtgewinn (Durchsetzungsmacht)
E rmutigung
N neue Hoffnung
T eilhabe und Mitwirkung einfordern (Rechte)
Das Stigma von einer Erkrankung im seelischen Bereich ist auch sehr belastend. Stigma ist ein Zeichen, Mal oder Wundmal. Viele denken auch dass es eine bleibende krankhafte Veränderung ist. Man beobachtet sich selbst, vergleicht sich mit Anderen. Psychosomatische Symptome treten auf, man verurteilt sich selbst. Ich hatte ganz lange den Leitspruch im Kopf: ich strenge mich nicht genug an. Ein jahrelanger Prozess war das, ihn aus meinem Gedächtnis zu streichen.
Ein lieber Mitstreiter hat mir auf "YouTube" ein Video empfohlen: the black dog.
Schaut es Euch mal an, darin ist toll erklärt was eine Depression bedeutet. Gibt es auch als Buch und für Kinder sehr zu empfehlen.
Diese Frage wurde uns nach der Blitzlichtrunde gestellt, und ich konnte damit erst gar nichts anfangen. Unsere Dozenten spielten uns zu Anfang zwei Szenen vor, die Handlung war die Gleiche. Allerdings waren die Personen ein Kleinkind und dann ein Jugendlicher. Wir mussten danach überlegen, was uns die zwei Szenen sagen sollen. ?????
Empowerment lässt sich so beschreiben: Empowerment steht "für einen Prozess, in dem Psychiatrieerfahrene ihr Leben in die eigene Hand nehmen, sich dabei ihrer eigenen Fähigkeit bewusst werden, eigene Kräfte entwickeln und soziale Ressourcen nutzen. Leitperspektive ist die selbstbestimmte Bewältigung und Gestaltung des eigenen Leben.". (Theunissen/Plaute,1995,12).
Was bedeutet: Betroffene gewinnen, bzw. wiedergewinnen Entscheidungsmacht über ihr eigenes Leben!
Kaffeepause.
Die nächste Aufgabe: Erzähle deine Geschichte mit 10 Wörtern (Substantiven) und präsentiere Sie der Kleingruppe. Anhand der gewählten Wörter versuchen die Zuhörer meine Geschichte zu beschreiben. Die meisten waren ganz gut darin, am Ende erzählte ich die wahre Geschichte. Während dieser Aufgabe musste ich viel darüber nachdenken, was ich eigentlich erzählen will. Wann fing meine Selbstbefähigung an? Na, habt Ihr eine Idee?
Natürlich steht noch eine Frage im Raum: was behindert/verhindert mein Empowerment?
Da gibt es eigentlich eine Menge Antworten, doch was mich am meisten daran gehindert hat, waren meine dauernden Schuldgefühle. Egal was passierte, ich dachte immer, ich persönlich bin dafür verantwortlich oder selbst schuld. Dadurch hatte ich ein geringes Selbstwertgefühl, was dazu führte, dass ich mir nichts zutraute. Ich wurde immer trauriger und unsicherer.
Nach meinem Empowerment ging es mir immer besser, Stück für Stück kehrte mein Selbstvertrauen zurück. Ich ging neue Projekte an und probierte mich aus, zwei Schritte vor, dann mal wieder einen zurück. Das Leben fing wieder an mir Spaß zu machen!!!
Mittagspause.
Zusammenfassend könnte man es so sagen:
E rmächtigung
M itwirkung
P otentiale und Ressourcen erkennen
O hnmacht besiegen
W ieder-Bemächtigung
E rlangung von Selbstbestimmung
R ückgewinnung Entscheidungs- und Wahlfreiheit
M achtgewinn (Durchsetzungsmacht)
E rmutigung
N neue Hoffnung
T eilhabe und Mitwirkung einfordern (Rechte)
Das Stigma von einer Erkrankung im seelischen Bereich ist auch sehr belastend. Stigma ist ein Zeichen, Mal oder Wundmal. Viele denken auch dass es eine bleibende krankhafte Veränderung ist. Man beobachtet sich selbst, vergleicht sich mit Anderen. Psychosomatische Symptome treten auf, man verurteilt sich selbst. Ich hatte ganz lange den Leitspruch im Kopf: ich strenge mich nicht genug an. Ein jahrelanger Prozess war das, ihn aus meinem Gedächtnis zu streichen.
Ein lieber Mitstreiter hat mir auf "YouTube" ein Video empfohlen: the black dog.
Schaut es Euch mal an, darin ist toll erklärt was eine Depression bedeutet. Gibt es auch als Buch und für Kinder sehr zu empfehlen.
Montag, 21. November 2016
Zwischenbericht von meinem 1. Praktikum
Begleitend zu meiner Ausbildung absolviere ich seit 2 Wochen ein Praktikum von 40 Stunden in einem Altenheim. Das mache ich mittwochs und freitags von 9.15 - 12.15 Uhr, anschließend fahre ich direkt in die Schule zur Arbeit. In diesen 10 Minuten Fahrt kommen mir so viele Gedanken und es ist dann schwer, sich auf die Kinder einzulassen, die so quirlig und fröhlich durch die Räume toben.
An den Tagen, an denen ich im Altenheim arbeite, habe ich bestimmte Aufgaben. Mittwochs findet eine Boccia-Stunde im Gesellschaftsraum statt. Dazu müssen die Bewohner, die mitmachen wollen, von ihren Zimmern nach unten gebracht werden. Einige können noch alleine nach unten mit dem Aufzug, andere Bewohner müssen im Rollstuhl gefahren werden, jeder hat sein eigenes Tempo. Klar, am Anfang war es sehr verwirrend, wer in welchem Stockwerk in welchem Zimmer wohnt. Aber das Personal und die Ehrenämtler sind sehr nett und geduldig mit mir, denn sie wissen die Arbeit der Praktikanten zu schätzen. Jetzt nach 2 Wochen komme ich auch ganz gut mit den Namen zurecht und weiß wo sie zu ihr Zimmer haben. Sind alle Bewohner um 10.00 Uhr im Raum versammelt geht das Boccia-Spiel los. Ich erkläre es Euch: alle sitzen im Stuhlkreis mit einem farbigen Lederball, entweder rot oder blau; in der Kreismitte liegt der weiße Ball, der getroffen werden muss. Meine Aufgabe ist es, mich um die Bewohner nach ihrem Wohlbefinden zu erkundigen, ihnen Trinken zu reichen und nach Ende eines Durchganges die Bälle aufzuheben und sie den Bewohnern in die Hand zu geben (nach 24 Runden geht das ganz schön in die Beine), aber es macht Spaß und erfüllt mich mit großer Freude. Die leuchtenden Augen der lieben Alten, ein kleines Dankeschön oder auch mal Süßigkeiten drücken aus, wie sehr sie sich freuen, dass man ihnen Zeit schenkt. Manche Bewohner habe ich schon ins Herz geschlossen!!!
Nach Beendigung der Stunde werden alle wieder zu ihren Zimmern gebracht, die meisten wollen dann aber schon in den Speisesaal an ihren Essplatz geschoben werden. Dort warten sie auf das Mittagessen. Ich rede dann noch mit verschiedenen Bewohnern und höre ihnen zu, das ist so wichtig. Es passiert ja nicht so viel zwischen den Aktivitäten oder Mahlzeiten, so vergeht auch die Zeit schneller für die lieben Alten.
Am Freitag findet eine Brett-Spiel-Runde statt. Jeder, der noch geistig fit genug ist, kommt um 10.00 Uhr zu uns, oder wir holen die Bewohner wieder ab. Dann wird Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt oder sonst ein einfaches Spiel. Es ist sehr interessant zu beobachten, welche Bewohner sich untereinander helfen. Manche kennen sich schon eine lange Zeit und so erleichtern sie sich das Leben. Überrascht bin ich auch auf manches Talent. Man sieht einen alten Menschen, der nicht mehr aus dem Rollstuhl kommt, keinen Stift mehr halten kann und er möchte mit mir Rätsel ausfüllen. Du bist praktisch die Schreibkraft, aber diese alte Dame braucht keine Brille dazu. Sie ist 96 Jahre und erkennt ganz schnell viele Schüttelwörter oder fehlende Vokale und Lücken in einem Text. Und auf einmal siehst du ganz anders auf alte Menschen, mit ihnen kann man lachen, basteln, singen und tanzen. Im Altenheim bin ich entschleunigt, es geht nicht um eine bestimmte Leistung sondern um Menschen, die es wert sind, dass man sich um sie kümmert.
Natürlich habe ich mir am Anfang Gedanken gemacht, wie es mal mit mir werden wird wenn ich alt bin. Doch das habe ich jetzt auch abgelegt, es ist müßig darüber nachzudenken.
In diesem Heim geht es den Bewohnern gut, das höre ich von ihnen selbst. Das Essen schmeckt ihnen und es gibt jeden Tag eine schönes Unterhaltungsprogramm, morgens und nachmittags. Eine Bewohnerin sagte am Freitag zu mir: Ohne sie (sie meinte die Praktikanten und Ehrenämtler) wäre das Heim nur halb so schön. Danke dass sie uns besuchen.
Und das gibt mir die Kraft, diesen Weg weiterzugehen. :))
Begleitend zu meiner Ausbildung absolviere ich seit 2 Wochen ein Praktikum von 40 Stunden in einem Altenheim. Das mache ich mittwochs und freitags von 9.15 - 12.15 Uhr, anschließend fahre ich direkt in die Schule zur Arbeit. In diesen 10 Minuten Fahrt kommen mir so viele Gedanken und es ist dann schwer, sich auf die Kinder einzulassen, die so quirlig und fröhlich durch die Räume toben.
An den Tagen, an denen ich im Altenheim arbeite, habe ich bestimmte Aufgaben. Mittwochs findet eine Boccia-Stunde im Gesellschaftsraum statt. Dazu müssen die Bewohner, die mitmachen wollen, von ihren Zimmern nach unten gebracht werden. Einige können noch alleine nach unten mit dem Aufzug, andere Bewohner müssen im Rollstuhl gefahren werden, jeder hat sein eigenes Tempo. Klar, am Anfang war es sehr verwirrend, wer in welchem Stockwerk in welchem Zimmer wohnt. Aber das Personal und die Ehrenämtler sind sehr nett und geduldig mit mir, denn sie wissen die Arbeit der Praktikanten zu schätzen. Jetzt nach 2 Wochen komme ich auch ganz gut mit den Namen zurecht und weiß wo sie zu ihr Zimmer haben. Sind alle Bewohner um 10.00 Uhr im Raum versammelt geht das Boccia-Spiel los. Ich erkläre es Euch: alle sitzen im Stuhlkreis mit einem farbigen Lederball, entweder rot oder blau; in der Kreismitte liegt der weiße Ball, der getroffen werden muss. Meine Aufgabe ist es, mich um die Bewohner nach ihrem Wohlbefinden zu erkundigen, ihnen Trinken zu reichen und nach Ende eines Durchganges die Bälle aufzuheben und sie den Bewohnern in die Hand zu geben (nach 24 Runden geht das ganz schön in die Beine), aber es macht Spaß und erfüllt mich mit großer Freude. Die leuchtenden Augen der lieben Alten, ein kleines Dankeschön oder auch mal Süßigkeiten drücken aus, wie sehr sie sich freuen, dass man ihnen Zeit schenkt. Manche Bewohner habe ich schon ins Herz geschlossen!!!
Nach Beendigung der Stunde werden alle wieder zu ihren Zimmern gebracht, die meisten wollen dann aber schon in den Speisesaal an ihren Essplatz geschoben werden. Dort warten sie auf das Mittagessen. Ich rede dann noch mit verschiedenen Bewohnern und höre ihnen zu, das ist so wichtig. Es passiert ja nicht so viel zwischen den Aktivitäten oder Mahlzeiten, so vergeht auch die Zeit schneller für die lieben Alten.
Am Freitag findet eine Brett-Spiel-Runde statt. Jeder, der noch geistig fit genug ist, kommt um 10.00 Uhr zu uns, oder wir holen die Bewohner wieder ab. Dann wird Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt oder sonst ein einfaches Spiel. Es ist sehr interessant zu beobachten, welche Bewohner sich untereinander helfen. Manche kennen sich schon eine lange Zeit und so erleichtern sie sich das Leben. Überrascht bin ich auch auf manches Talent. Man sieht einen alten Menschen, der nicht mehr aus dem Rollstuhl kommt, keinen Stift mehr halten kann und er möchte mit mir Rätsel ausfüllen. Du bist praktisch die Schreibkraft, aber diese alte Dame braucht keine Brille dazu. Sie ist 96 Jahre und erkennt ganz schnell viele Schüttelwörter oder fehlende Vokale und Lücken in einem Text. Und auf einmal siehst du ganz anders auf alte Menschen, mit ihnen kann man lachen, basteln, singen und tanzen. Im Altenheim bin ich entschleunigt, es geht nicht um eine bestimmte Leistung sondern um Menschen, die es wert sind, dass man sich um sie kümmert.
Natürlich habe ich mir am Anfang Gedanken gemacht, wie es mal mit mir werden wird wenn ich alt bin. Doch das habe ich jetzt auch abgelegt, es ist müßig darüber nachzudenken.
In diesem Heim geht es den Bewohnern gut, das höre ich von ihnen selbst. Das Essen schmeckt ihnen und es gibt jeden Tag eine schönes Unterhaltungsprogramm, morgens und nachmittags. Eine Bewohnerin sagte am Freitag zu mir: Ohne sie (sie meinte die Praktikanten und Ehrenämtler) wäre das Heim nur halb so schön. Danke dass sie uns besuchen.
Und das gibt mir die Kraft, diesen Weg weiterzugehen. :))
Freitag, 4. November 2016
Freitag, den 04. November 2016
Heute vor einer Woche saß ich hier am Küchentisch und war total aufgeregt. Ich war so unsicher ob das die richtige Entscheidung ist, diesen Kurs zu machen. Die Aufregung hat sich gelegt, auch wenn ich heute wieder mal eine unruhige Nacht hatte, viel zu viel erlebt und das muss eben verarbeitet werden. Am Montag habe ich mich mit meinem Praktikum beschäftigt, die 15 seitenlange Adressliste durchgearbeitet und mir überlegt, wo ich denn eigentlich mal reinschnuppern will. Das Angebot ist riesig, war mir gar nicht bewusst!!!
Mein zweiter Anruf war wie ein Lottogewinn: ich solle doch am Donnerstag zu einem Vorstellungsgespräch kommen. Mein Glück ist auch so groß, weil diese Einrichtung schon Erfahrung mit Ex-Innlern haben und diese sehr überzeugt von diesem Konzept sind. Nur wir als ehemalige Betroffene können uns in die Betroffenen hineinversetzen und Vorbild sein dafür, dass man es auch schaffen kann wieder ein glückliches und fröhliches Leben zu führen. Nach einer Stunde Gespräch ist klar, dass sie mich am liebsten gleich haben würden und nicht erst im Mai (Beginn des Praktikums mit 80 Stunden), auch mit Leitung eines Projektes. Als sie gehört haben dass ich auch Fitnesstrainerin bin, haben sie gestrahlt. Sie hätten schon öfter versucht, die Betroffenen nach draußen an die Luft zu locken, doch das hat nicht geklappt. Zeitlich auch gar nicht zu machen, dafür würde ich dann eingesetzt und auch immer da, wo Hilfe gebraucht wird. Mal in der Küche, im künstlerischen Bereich oder einfach nur da sein und zuhören. Sie haben mir auch angeboten, jetzt schon außerhalb des Praktikums bei ihnen zu arbeiten. :))))
Wohin mit meinen Gefühlen?
Heute morgen dann die Aufgabe, mir ein zweites Praktikum zu besorgen. Im ersten Praktikum (das sind 40 Stunden) geht es erst mal darum zu beobachten, wie es sich anfühlt auf der anderen Seite zu stehen. Damit ist gemeint, nicht als Patient sondern als Helfer an Gesprächen mit dem Team und anderen Aktionen teilzunehmen. Eine ganz neue Erfahrung. Ich habe mir ein Seniorenzentrum ausgesucht, wo ich auch die Leitung und Mitarbeiter persönlich kenne. Und auch hier bekam ich die Zusage bei ihnen arbeiten zu dürfen. Gerade habe ich einen Anruf bekommen, heute Mittag um 16.00 Uhr zum Gespräch.
Wohin mit meinen Gedanken?
Läuft, würden meine Kinder jetzt sagen
Heute vor einer Woche saß ich hier am Küchentisch und war total aufgeregt. Ich war so unsicher ob das die richtige Entscheidung ist, diesen Kurs zu machen. Die Aufregung hat sich gelegt, auch wenn ich heute wieder mal eine unruhige Nacht hatte, viel zu viel erlebt und das muss eben verarbeitet werden. Am Montag habe ich mich mit meinem Praktikum beschäftigt, die 15 seitenlange Adressliste durchgearbeitet und mir überlegt, wo ich denn eigentlich mal reinschnuppern will. Das Angebot ist riesig, war mir gar nicht bewusst!!!
Mein zweiter Anruf war wie ein Lottogewinn: ich solle doch am Donnerstag zu einem Vorstellungsgespräch kommen. Mein Glück ist auch so groß, weil diese Einrichtung schon Erfahrung mit Ex-Innlern haben und diese sehr überzeugt von diesem Konzept sind. Nur wir als ehemalige Betroffene können uns in die Betroffenen hineinversetzen und Vorbild sein dafür, dass man es auch schaffen kann wieder ein glückliches und fröhliches Leben zu führen. Nach einer Stunde Gespräch ist klar, dass sie mich am liebsten gleich haben würden und nicht erst im Mai (Beginn des Praktikums mit 80 Stunden), auch mit Leitung eines Projektes. Als sie gehört haben dass ich auch Fitnesstrainerin bin, haben sie gestrahlt. Sie hätten schon öfter versucht, die Betroffenen nach draußen an die Luft zu locken, doch das hat nicht geklappt. Zeitlich auch gar nicht zu machen, dafür würde ich dann eingesetzt und auch immer da, wo Hilfe gebraucht wird. Mal in der Küche, im künstlerischen Bereich oder einfach nur da sein und zuhören. Sie haben mir auch angeboten, jetzt schon außerhalb des Praktikums bei ihnen zu arbeiten. :))))
Wohin mit meinen Gefühlen?
Heute morgen dann die Aufgabe, mir ein zweites Praktikum zu besorgen. Im ersten Praktikum (das sind 40 Stunden) geht es erst mal darum zu beobachten, wie es sich anfühlt auf der anderen Seite zu stehen. Damit ist gemeint, nicht als Patient sondern als Helfer an Gesprächen mit dem Team und anderen Aktionen teilzunehmen. Eine ganz neue Erfahrung. Ich habe mir ein Seniorenzentrum ausgesucht, wo ich auch die Leitung und Mitarbeiter persönlich kenne. Und auch hier bekam ich die Zusage bei ihnen arbeiten zu dürfen. Gerade habe ich einen Anruf bekommen, heute Mittag um 16.00 Uhr zum Gespräch.
Wohin mit meinen Gedanken?
Läuft, würden meine Kinder jetzt sagen
Abonnieren
Posts (Atom)
